FLUTEKIDS

Geschichte der Flöte


Japanese Flutes Die ältesten gefundenen Flöten sind tausende Jahre alt. Sie wurden aus Knochen gemacht. Diese Flöten wurden zur Jagd und bei religiösen Zermonien gespielt. Später wurden auch Flöten aus Bambus und Holz gefunden. All diese Flöten hatten nur Löcher. Man konnte eine Flöte links oder rechts halten und es gab auch Flöten die man nach vorne halten konnte, genau wie eine Blockflöte.

Bis ins Mittelalter wurden Flöten von Jägern und Hirten, sowie von Musiker bei Festen gespielt. Seit dem 13. Jahrhundert bespielten auch Soldaten die Flöten. Wusstest du, dass diese Arten von Flöte in der ganzen Welt gespielt werden?

 

 

 

 

Boy with flute ca. 1635, Judith LeysterAb dem 16. Jahrhundert entwickelte sich die Flöte in die moderne Flöte, wie wir sie heute kennen. In dieser Zeit wurde die Flöte aus einem Stück gefertigt und sie hatte noch keinerlei Klappen. Rund 1670 gewann die Flöte an Popularität. Sie wurde jetzt aus zumeist drei Stücken zusammengesetzt. Auch gab es die erste Klappe, die Dis-Klappe. Diese gibt es immer noch auf den heutigen Flöten, es ist die Klappe, die du mit dem rechten kleinen Finger spielst. Heutzutage nennen wir diese Flöte die Barockflöte. Die Barockflöte hatte noch große Intonationsprobleme. Nicht nur wegen der Tonlöcher, sonder auch wegen der verschiedenen Tonhöhen auf die die Flöte gestimmt war. Diese variierte mit der Region und den Ländern. Es gab deswegen auch Flöten aus vier Teilstücken. Die Zwischenstücke konnten benutzt werden, um auf die regional unterschiedlichen Tonhöhen abzustimmen. Ein kurzes Stück für eine höhere Abstimmung und ein längeres Stück für eine tiefere  Abstimmung.


Weil diese Flöten immer noch nur eine Klappe hatten, mussten sehr komplizierte Griffe verwendet werden, um bestimmte Töne zu spielen. Diese Fingergriffe werden auch Gabelgriffe genannt. Und die daraus resultierenden Töne klangen nicht immer besonders gut. Es wurden zusätzliche Löcher hinzugefügt, um die Gabelgriffe überflüssig zu machen. Um 1775 hatte die Flöte vier Klappen: die Dis-Klappe (die es schon länger gab), die B-, Gis- und F-Klappe.





Theobald Boehm (1794-1881) Mehr und mehr Klappen wurden hinzugefügt. Aber es gab immer noch kein ausgereiftes System für sie. Der berühmte englische Flötenspieler Charles Nicholson (1795-1837) führte größere Löcher für die Finger und das Mundstück ein, um einen besseren Ton zu erreichen.

Der berühmte Flötenbauer Theobald Boehm (19794-1881) hörte ein Konzert von Charles Nicholson. Boehm war so beeindruckt von seinem Ton, dass er sofort begann, seine Flöten weiterzuentwickeln. Im Jahre 1832 war dann die Flöte mit Klappenmechanismus von Theobald Böhm fertig. Boehm nannte diese Flöte eine Ringklappenflöte. Mit diesem Mechanismus wurde das Flötenspielen bedeutend einfacher, und der Ton deutlich besser. Flötisten und Orchester waren sehr zufrieden mit dieser Erfindung. Noch immer spielen wir mit dem Klappenmechanismus wie er von Boehm ursprünglich entwickelt wurde. Nur sind heutzutage die meisten Flöten nicht mehr aus Holz.


Im folgenden Film kannst du sehen, wie eine Flöte gemacht wird.  



 

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